Gedanken über uns Frauen- Teil 1

Allerliebste Frauen,

was ist mit uns passiert? Geht es nur mir und meinen Freundinnen so, oder gibt es da draussen noch mehr von uns?

Von uns Frauen, die ihre Koffer und Einkäufe selbst tragen, sich selbst in ihren Mantel helfen, zum Essen einladen, , die alles im Griff haben - Job, Familie, Beziehung, Wohnen, Freundschaften und Reisen?

Ich kann mich nicht erinnern, das so gewählt zu haben! Ist das so, weil wir das so wollen? Hat uns das die Emanzipation neben vieler Vorteile eingebracht oder mangelt es mittlerweile an Männern, die noch wissen, wie man Frauen behandelt?

Sind wir zu Maschinen verkümmert, die das Leben nicht mehr zu Feiern wissen? 

 

Wir funktionieren bestens und lassen uns nichts anmerken. Wir sind stark! Holladaro!

 

In Generationen, wo männliche Vorbilder im Krieg waren, wuchsen Männer heran, die Frauen als Frauen zu behandeln wussten. Ich erinnere mich an meinen Vater, der meiner Mutter und auch allen anderen weiblichen Wesen in unserem Umfeld gegenüber stets respektvoll und zuvorkommend war. 

Ich bin unter Frauen aufgewachsen, die durchaus eigen, exaltiert, hysterisch, beleidigt und beleidigend, liebevoll, eingebildet, freundlich, besserwisserisch, laut und auch mal unangenehm und sehr launisch waren. (ich beschränke mich auf eine kurze Aufzählung) Ja, sie waren zuweilen auch richtige Diven! Herrlich war das! Schön! Ein richtiges Schauspiel! Ich habe es als kleines Mädchen sehr genossen, diese vielen Facetten zu beobachten und kennenzulernen. Ich habe ihre Sprache, ihre Gesten, ihre Art den Cognac zu schwenken, geliebt. Konnte mich gar nicht sattsehen. Es war Magie für mich - ich wollte das alles aufsaugen, verinnerlichen, so gross war meine Faszination.

 

Wo ist das hin??? Wo sind die vielen Diven? Wo ist der Tanz? Wo sind die Unterschiede? Wo ist der Glanz, der Glitzer, wo sind die Seidenstrümpfe?

 

Wir funktionieren, wir "arbeiten" an uns, an unseren Körpern, um dem Bild zu entsprechen- welchem Bild eigentlich?

Wo kommt das her? Wer gibt das vor? Woher kommt dieser Perfektionswahn, den wir doch allesamt nie erfüllen können? Wir hinken diesem imaginären Bild doch meilenweit hinterher - und erreichen es nie - denn es ist für die lange Leine gemacht, an der wir "angebissen" haben, um uns mit jedem neuen Versprechen noch kauffreudiger zu stimmen! 

Wir dürfen es nicht erreichen, denn dann hat das grosse Marketing versagt.

 

Wir haben schon lange versagt, denn wir haben es nicht bemerkt!

 

Also, ihr allerliebsten Frauen - auf zum Tanz, erhebt ein Glas auf Euch! Geniesst Euch und Euer Leben. Euer Frausein!

Wir haben nur dieses eine und werden doch wohl hoffentlich endlich aufwachen und uns an unsere Vorbilder erinnern und unsere Launen nicht mehr mit irgendeinem Syndrom entschuldigen, unsere Körper nicht mehr quälen, sondern sie als das geniessen, was sie sind, uns nicht in die Hülle der "besseren Männer" werfen (alias Business-Hosenanzug), uns nicht mehr- ausserhalb von Sport -in  Funktionskleidung stecken, weil sie ja "ach so praktisch und funktionell" ist!!

 

Holt Eure Kleider aus dem Schrank, tragt Rosa, wenn Ihr wollt und Glitzer, Lippenstift, Haarschmuck, lasst Euch Zeit im Bad, trinkt ein Glas Champagner in der Badewanne, bleibt den ganzen Sonntag im seidenen Nachthemd und kümmert Euch nur um den Nagellack und Euer Buch!

 

sur votre santé et votre beauté!

Mila 

Lasst mich bitte wissen, wie es Euch damit geht!!! 

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